Zum Inhalt springen

Spenden und Transplantationen – In Deutschland gibt es nur wenige Spender!

Was sind Organ- und Gewebespenden und wie funktionieren sie?
Eine Organ- oder Gewebespende ist eine Operation. Bei dieser Operation wird einem Hirntoten- oder totem Menschen ein Organ oder ein Gewebe entnommen. Eine Organentnahme wird ausschließlich an einem Körper durchgeführt, an dem das Gehirn nicht mehr funktionsfähig ist (Hirntot). In Deutschland können gesetzlich nur die Organe Niere, Herz, Leber, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm und Lunge gespendet werden. Eine Gewebeentnahme wird: vor allem an einem toten Menschen durchgeführt, kann aber auch an einem Hirntotem Menschen durchgeführt werden. Bei einer Gewebespende werden Gewebe wie Augenhornhaut, Herzklappen, Blutgefäße, Knochen und Weichteilgewebe, Haut, Eihaut der Fruchtblase sowie Inselzellen entnommen und an einen passenden Patienten geschickt oder weiterbearbeitet. Eine Organspende folgt fasst immer demselben Prinzip. Als erstes muss bei einem Spender der Hirntot festgestellt werden. Das passiert indem zwei unabhängige Ärzte den Hirntot bei dem Spender diagnostizieren. Was bedeutet das der Körper nur noch mit Geräten durchblutet und mit Luft versorgt werden kann. Der Mensch ist ohne die Geräte nicht mehr lebensfähig! Im nächsten Schritt wird geklärt, ob eine Bereitschaft zur Organspende des Patienten vorliegt. Eine solche Bereitschaft kann auf einem Organspendeausweis festgehalten sein. Sollte es der Fall sein das kein Ausweis vorliegt oder der Patient unter 16 ist entscheidet die Familie des Patienten für ihn. Auch bei einem Erwachsenen Patienten werden die Angehörigen befragt. Wenn sich für die Spende entschieden wird, wird der Patient medizinisch untersucht. Sollte der Patient akut krebserkrankt sein oder HIV haben kommt keine Organspende in Frage. Danach wird geprüft ob die Organe gesund sind und welche sich zur Spende eignen. Nach diesen Tests werden die Daten des Spenders an die Zentrale Organvermittlung weitergeleitet und die sucht einen Empfänger. Nach allen Untersuchungen und den geeigneten Empfängern wird die Entnahme vorbereitet. Dann werden die Organe entnommen und an den Spender geschickt. Bei einer Gewebespende passiert dasselbe, nur mit einem komplett toten Körper und das die Gewebe am Ende konserviert und gelagert werden. Wenn man Organe spendet, kann man also Menschenleben retten oder das Leben eines Menschen verbessern. Doch wie viele Menschen in Europa tun das? In Deutschland waren es laut den Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Jahr 2019 nur 11,2 Personen pro 1 Mio. Einwohner.
Statistiken zur Organspende für Deutschland und Europa (organspende-info.de)

Im Vergleich zu der Maße an gebrauchten Organen ist das eher wenig. Auf der Warteliste stehen laut den Zahlen der BZgA aus dem Jahr 2019 rund 9000 Menschen, von denen im Jahr 2019 756 verstarben. Gewartet wurde im Jahr 2019 auf 7148 Nieren, 868 Lebern, 722 Herzen, 276 Lungen und 257 Bauchspeicheldrüse. Womit mit Abstand die meisten Menschen auf eine neue Niere warten.

Von Ben Dreher
Klasse: 8a
„Europaschule“ Gymnasium Gommern

 

Quelle: Statistiken zur Organspende für Deutschland und Europa (organspende-info.de)