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Tieraussetzung

Es ist ein trauriger Trend, der besonders während des Corona-Lockdowns wegen der Einsamkeit und der Langeweile vieler Leute im Homeoffice stark wuchs. Die Tieraussetzung. Allein in Deutschland werden jedes Jahr um die 300.000 Tiere ausgesetzt. Dadurch, dass auch die Hundeschulen geschlossen waren, waren viele Tiere kaum bis gar nicht erzogen und ihre Besitzer überfordert. Als dann der Lockdown vorbei war und alle wieder in den Urlaub fuhren, hatten sie meist niemanden, der auf die Tiere aufpasst. Dafür gibt es aber auch Tierpensionen, welche in der Regel um die 20 Euro pro Tag kosten. Allerdings entschlossen sich dann viele Tierbesitzer, ihre Tiere meistens sogar direkt an der Straße auszusetzen. Dadurch waren auch viele Tierheime stark überlastet. Das Aussetzen von Tieren ist allerdings verboten. Im Tierschutzgesetz sind die Pflichten von Tierhalter:innen genau geregelt und festgehalten. Bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu 25.000 Euro! Sollte ein Hund sogar verhungern, da er an einem Baum angebunden wurde, drohen Halter:innen aufgrund von Tierquälerei sogar eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren. Strafbar machen sich allerdings nicht nur diejenigen, die ihr Tier irgendwo aussetzen, sondern auch die, die ihr Tier über einen längeren Zeitraum allein lassen. Dass in der Zeit einfach Futter und Wasser bereitgestellt wurden, ist dabei keine Ausrede. Wenn Sie überfordert sind, kontaktieren sie am besten Tierschutzvereine oder Tierheime oder bringen sie wenigstens Ihr Tier zurück in ein Tierheim. Für Leute, die sich kein Tier anschaffen wollen, weil sie zu wenig Zeit dafür haben, gibt es auch eine Lösung: In vielen Tierheimen kann man zu bestimmten Besuchszeiten mit den Hunden „Gassi gehen“ oder sich mit den Katzen beschäftigen. Das entlastet die Tierpfleger und freut die Tiere. Wenn man selbst ein ausgesetztes Tier findet, sollte man bei ängstlichen oder aggressiven Hunden den Tierschutzverein oder die Feuerwehr anrufen. Diese holen die Tiere dann kostenlos ab. Katzen und Kleintiere werden oft in einer Box oder Schachtel gefunden. Diese und alles, was noch dabei liegt, sollte man mitnehmen und im Tierheim abgeben.

Von Norik Mewes

Klasse: 8b

Gerhart-Hauptmann Gymnasium

Quellenangabe:

https://medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=1316&msclkid=b7f3713dd13011ecbb744cb07b37a4f6

https://www.bildderfrau.de/familie-leben/haustiere/article231647993/Haustier-aussetzen-Diese-Strafen-drohen-den-Besitzern.html?msclkid=b7f34080d13011ec8803ab4cd691a437

https://www.juraforum.de/lexikon/aussetzen-von-tieren?msclkid=ebe79df2d13111ec9a6e13f7d62a748b

https://www.lanuv.nrw.de/verbraucherschutz/tierschutz/tierhaltung/allgemeines/haustiere-in-der-urlaubszeit/?msclkid=f54bcef3d13311eca16ddf862478fcd9