Tischtennis im Interview mit Andreas Gärtner

Die meisten wissen vielleicht gar nicht, wie spektakulär Tischtennis wirklich ist. Ein Tischtennisball kann zum Beispiel bis zu 180 km pro Stunde schnell werden. Der Achtklässler Felix Braumann vom Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium hat Tischtennisspieler Andreas Gärtner zum Sport interviewt.

Beim Tischtennis kann der Ball eine Geschwindigkeit von bis zu 180 km/h erreichen. Foto: Pixabay

Tischtennis gilt als schnellste Rückschlag-Sportart der Welt. Ende des 19. Jahrhunderts entstand die Ballsportart. Man benötigt dafür eine Tischtennisplatte mit einer Netzgarnitur, zwei Spieler mit jeweils einem Tischtennisschläger und einen Tischtennisball. Im Tischtennis kann man Einzel und Doppel spielen. Im Einzel spielen zwei Personen gegeneinander und im Doppel vier Personen ( auf jeder Seite zwei Spieler ). Die meisten Spieler fassen den Schläger im Shakehands- Griff an, in Japan und China wird der Penholder Griff bevorzugt. Ein Satz endet, wenn ein Spieler 11 Punkte erreicht hat (mindestens zwei Punkte Vorsprung).

Jeder Spieler hat zwei Aufschläge hintereinander, danach wechselt das Aufschlagrecht. Ein Spiel ist regulär vorbei, wenn ein Spieler drei Gewinn-Sätze erzielt hat. In überregionalen Wettkämpfen wird solange gespielt, bis jemand vier Sätze gewonnen hat.
Deutsche Tischtennisspieler auf Weltniveau sind zum Beispiel Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Patrick Franziska. Timo Boll mit 38 Jahren ist der „Tischtennis-Opa“ der Deutschen. Dagegen ist Dimitrij Ovtcharov mit 30 Jahren noch viel jünger. Trotzdem spielen die beiden Deutschen weiterhin auf Top-Niveau.

Die wichtigsten Turniere für die besten Tischtennisspieler der Welt sind an erster Stelle natürlich die Olympischen Spiele und die Weltmeisterschaften. Weitere ebenfalls wichtige Turniere (Meisterschaften) sind die World Tour Grand Finals, Europe 16, World Cup und die Deutschen Meisterschaften, die jedes Jahr stattfinden.

 

Am 23.03.2019 habe ich mich mit Andreas Gärtner getroffen, der Nummer eins im Verein „Union 1861 Schönebeck“, um ihm ein paar Fragen zu stellen.

Felix: „Wie sind Sie denn überhaupt zum Tischtennis gekommen?“
Andreas: „Mein Vati hat auch Tischtennis gespielt und war somit gleichzeitig mein Trainer.“

Felix: „Wie lange spielen Sie schon Tischtennis?“
Andreas: „Ich spiele seit meinem 6. Lebensjahr Tischtennis, jetzt schon 36 Jahre.“

Felix: „Waren Sie mal auf einer Sportschule und wenn, wie lange?“
Andreas: „Ich war drei Jahre auf der Sportschule.“

Felix: „Wie kann man sich den Alltag auf einer Sportschule vorstellen?“
Andreas: „Man steht um 6:30 Uhr auf, um 6:45 Uhr gibt es Frühstück und um 7:15 Uhr beginnt die erste Trainingseinheit. Danach folgen 6 bis 7 Stunden Schulunterricht. Nach der Schule startete dann meistens von 16 Uhr bis 19 Uhr die letzte Trainingseinheit.“

Felix: „Was waren Ihre größten Erfolge im Tischtennis?“
Andreas: „Ich war mehrfacher Landes-Ranglisten-und Landesmeisterschaften-Sieger der Schüler und der Jugend. Ich wurde mit meiner Mannschaft ( Union 1861 Schönebeck ) bei den Landesmannschaftsmeisterschaften Sieger und Vize Mitteldeutscher Mannschaftsmeister.“

Felix: „Hätten Sie auch höherklassisch spielen können, als in Schönebeck jahrelang Verbandsliga?“
Andreas: „Früher habe ich bei Halle und bei Magdeburg jeweils ein Jahr Oberliga gespielt. Bei unserem letzten Verbandsliga-Punktspiel gegen TTC Börde Magdeburg ( die wahrscheinlich in die Oberliga aufsteigen ), wurde ich wieder gefragt, ob ich Oberliga spielen möchte und wechseln will. Aber trotzdem bleibe ich meiner Mannschaft treu und werde keineswegs wechseln!“

Felix: „Was macht Ihnen am Tischtennisspielen so viel Spaß?“
Andreas: „Die Bewegung, das Ballgefühl, die Koordination und dass aus der Mannschaft jeder für jeden da ist.“

Felix: „Was spielen Sie an der Tischtennisplatte am liebsten?“
Andreas: „Ich spiele am liebsten meine Rückhand-Peitsche, die Vorhand und immer Angriff, also volle Pulle nach vorn.“

Felix: „Wie geht es Ihnen momentan?“
Andreas: „Mir geht es sehr gut, nach meiner Schulterverletzung geht es nun wieder bergauf.“

Felix:“ Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spaß und Erfolg und bedanke mich für das Interview.“

Von Felix Braumann
Klasse: 8/3
Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium Schönebeck