Trainieren wie ein Profi Fußballer KfV- Harz trifft Bundesliga die E-Jugend des TSV Zilly 1911 e.V. beim Vfl Wolfsburg

| Foto: Lennard Brandenstein

Wolfsburg | Am 17.02.2018, dem 23. Spieltag der Fußballbundesliga, war ich mit meinem Verein, TSV Zilly 1911 e.V. in Wolfsburg. Bei diesem „Erlebnisspieltag“ haben wir viel erlebt. Wir haben mit ehemaligen Topstars trainiert, im Club 45 gegessen, eine Stadionbesichtigung gemacht und haben uns das Bundesligaspiel Vfl Wolfsburg gegen FC Bayern München angesehen. Dort gewann Bayern mit 2:1. Die Tore schossen: 1:0  Didavi (8.); 1:1  Wagner (64.); 1: 2 Lewandowski (90.+1/Foulelfmeter)

Vor dem Spiel haben wir Jakub Blaszczykowski persönlich getroffen. Er ist Mittelfeldspieler beim VfL und polnischer Nationalspieler. Ihm durften wir sogar Fragen stellen.

Jakub Blaszczykowski und Lennard | Foto: privat

Organisiert und betreut wurde dieser Tag von Roy Präger. Roy war Fußballprofi und schoss den VfL Wolfsburg, 1997 in die 1. Bundesliga. Seit 2010 ist Roy Trainer in der VfL Fußballschule.

Er trainiert Jungs, wie mich in Trainingscamps und an Erlebnisspieltagen mit seinem Team. Als ich Roy von unserem Projekt erzählt habe, war er sofort zu einem Interview bereit.  Meine Fragen hat er wie folgt beantwortet:

Lennard: Wie war es für dich Profi zu sein?
Roy: Den Beruf als Fußballprofi habe ich als kleiner Junge nicht so als meinen Wunschberuf geäußert. Eigentlich wollte ich immer Tischler werden! Mein eigentlicher Beruf ist Industriemechaniker! Der Beruf als Profi ist auf den ersten Blick immer ein schöner Beruf mit interessanten Facetten. Man hat sein Hobby zum Beruf gemacht und es macht Spaß mit den Kollegen für ein gemeinsames Ziel zu arbeiten (sportlicher Erfolg). Weiterhin kommst du durch die internationalen Spiele oder auch Trainingslager weit in der Welt herum und lernst so nebenbei noch andere Kulturen kennen. Die anderen Seiten

Lennard & Roy Präger | Foto: privat

des Geschäftes sind dann eher schwierig für jeden Einzelnen. Du bist eine Person der Öffentlichkeit und jeder glaubt, dass er dich kennt, aber das ist ja eben nur so, weil man diese / meine Person aus dem Fernsehen kennt. Weiterhin ist der Umgang mit den Medien schwierig, weil man dort immer vorsichtig sein muss mit seinen Äußerungen, die auch direkt mal falsch ausgelegt werden können. Es gibt eben wie in jeden Beruf sonnige und schattige Seiten. Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit der Art und Weise wie ich Fußball gespielt habe.

Lennard: In wie vielen Vereinen hast du gespielt und in welchem am liebsten?
Roy: Angefangen habe ich bei der SG Kummersdorf / Fernneuendorf mit 7 Jahren. Danach bin ich dann zum Nachbardorfverein BSG Motor Sperenberg gewechselt. Mit 14 Jahren habe ich den Schritt auf die Fußballschule der BSG Stahl Brandenburg gewagt und habe mich dort als Fußballer und Persönlichkeit entwickelt und somit auch mit Brandenburg den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft. 1992 bin ich dann für drei Jahre zur SG Fortuna Köln gewechselt und hatte dort als junger Spieler eine erfolgreiche Zeit. Nach drei Jahren habe ich meine Zelte in Köln wieder abgebaut und bin 1995 zum VfL Wolfsburg gegangen. 1997 bin ich dann mit den VfL Wolfsburg in die 1. Bundesliga aufgestiegen und habe in dieser Zeit in der Bundesliga einen großen Schritt in meiner Karriere gemacht. Der Wechsel zum Hamburger SV 1999 kam dann auch zwangsläufig, weil man sich sportlich und persönlich weiterentwickeln wollte. Eine großartige Zeit war es für mich in Hamburg mit Spielen in der Champions League usw. Nach drei Jahren bin ich dann wieder zurück nach Wolfsburg gegangen um mich in der Heimat niederzulassen und meinen beruflichen neue Weg zu entwickeln.

Roy´s Karriere im Überblick:

1985 SG Kummersdorf / Fernneuendorf ….. BSG Motor Sperenberg
1985 – 1992 BSG Stahl Brandenburg (Jugendabteilung / DDR Oberliga / 2. Bundesliga
1992 – 1995 SC Fortuna Köln (2. Bundesliga)
1995 – 1999 VfL Wolfsburg (2. Bundesliga / 1. Bundesliga)
1999 – 2002 Hamburger SV (1. Bundesliga)
2002 – 2004 VfL Wolfsburg (1. Bundesliga / Karriere Ende)
2004 – bis heute (Angestellter der VfL Wolfsburg Fußball GmbH)

Ich war überall sehr gerne und habe mich überall sehr wohl gefühlt.

Lennard: Wie war es für dich wenn du ein Tor geschossen hast?
Roy: Tore erzielen, waren sehr große und emotionale Momente in meiner Karriere und ich habe jedes meiner 42 Tore mit den Zuschauern und mit meinen Emotionen gefeiert. Jeder sollte diese Glücksmomente in welcher Situation auch immer ausleben.

Lennard: Mit wie viel Jahren hast du deine Zeit als Profi beendet und warum?
Roy: Mit 34 Jahren habe ich meine Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden müssen. Mit dem Erreichten bin ich sehr zufrieden und denke sehr gerne an die Momente als Profifußballer zurück.

Lennard: Macht es dir Spaß mit Kindern zu trainieren?
Roy: Mir macht es sehr viel Spaß und Freude mit Jugendlichen zu trainieren und somit meine großen Erfahrungen im Fußballbereich weiterzugeben. Weiterhin ist es für mich wichtig, dass ich im Umgang mit den Jugendlichen auch Werte (Teamgeist, Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, Pünktlichkeit usw. in meiner täglichen Arbeit weitergebe.

Ich fand diesen Tag toll. Herr Präger und sein Team geben sich sehr viel Mühe. Deshalb kann ich jedem Fußballfan raten, einen Erlebnistag zu machen oder in ein Trainingscamp zu gehen. Wie ich in diesem Jahr, vom 03. – 05.08. auf dem Sportplatz in Zilly. Ich werde wieder dabei sein und jede Menge Spaß haben.

Wer Interesse hat findet hier noch mehr Informationen: www.vfl-wolfsburg.de oder Details über Roy unter www.roy-praeger.de.

 

Von Lennard Brandenstein, Klasse 4a, Grundschule Albert-Klaus Badersleben

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