Traumbeete für „faule Gärtner“

Der Leiter der Nachtigallenoase Schönebeck informierte über eine praktische und nützliche Gartenalternative – Hochbeete. Ein Artikel von Carolin Magnus und Clara Eichhorn aus der Klasse 8/3 des Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium Schönebeck.

Ein Hochbeet im Garten. Foto: Pixabay

„Wer von euch hat denn ein Hochbeet?“, fragte uns Herr Schuppe, der Leiter der Nachtigallenoase Schönebeck. Wie zu erwarten, meldeten sich nur wenige Schüler. Und das, obwohl ein Hochbeet an Einfachheit und Nützlichkeit kaum zu übertreffen ist.
Hochbeete. Ein Bild hatten wir auch im Kopf, aber so wirklich wussten wir mit dem Begriff nichts anzufangen. Herr Schuppe hält sie für „Bett und Tisch“ kleiner Tiere und Insekten. Sie bieten Wohnmöglichkeit und Nahrung für Gartenbewohner aller Art. „Quasi wie ein Hotel“, betont er.

Zum Anlegen dieses Insektenparadieses benötigt man noch nicht einmal handwerkliches Talent. Auf kleinem Raum kann sich jeder sein individuelles Hochbeet gestalten. Dazu ist kein fester Untergrund nötig. „Ob auf Erde, Pflaster oder Betonboden, es bleibt ihnen mehr als 10 Jahre erhalten. Es sind alle paar Jahre nur kleine Auffrischungen nötig“, garantiert der Gründer der Nachtigallenoase. Sie sind deswegen ideal für „faule Gärtner“.

Bei Temperaturen, wie sie uns der letzte Sommer aufwies, erleichtern die Hochbeete das Überleben der Pflanzen. Sie bieten eine optimale Arbeitshöhe und gleichzeitig einen idealen Raum zum Vermehren und Wohnen für unsere kleinen Gartenbewohner. Wer zusätzlich auch etwas gegen das Aussterben der Bienen tun möchte, lässt beim Bau eines Steinhochbeetes kleine Lücken, an die man nach innen reichende Küchenrollen anlegt. So haben auch die Bienen einen Schutz vor ihren Feinden.

Auch für Familien mit Kindern sind Hochbeete eine ausgezeichnete Option, da man den Kindern somit die Natur auf eine interessante Weise näherbringen kann. Denn das Hochbeet ist nicht nur ein kleiner Zoo zum Tiere beobachten, sondern lässt auch die kleinen Münder nicht zu kurz kommen. Zum Beispiel sorgen Erdbeeren immer für einen Grund zur Freude. Die beim Verrotten im unteren Teil des Beetes entstehende Wärme verkürzt auch die Wartezeit aufs Naschen. Beim Bepflanzen der Beete sind unter anderem dauerblühende- und Insektennährpflanzen wie Wiesensalbei, Thymian, Katzenminze, Karde, Acker-Glockenblume und Lavendel empfehlenswert, damit sie nicht nur sich, sondern auch den Insekten und besonders den Bienen einen Gefallen tun. Aber auch Erdbeeren, Brombeeren, Petersilie und das „Cola-Kraut“ sind gerne bereit, in ihrem Hochbeet zu wachsen.

Wenn man jetzt Lust bekommt, die Augen mit einer Farbenpracht und Pflanzenvielfalt zu umwerben, dann ist ein Besuch in der Nachtigallenoase Schönebeck in der Chausseestraße genau das Richtige. Das barrierefreie  Gartenparadies lässt bei Klein und Groß die Neugierde größer werden.

Hochbeete sind nicht nur für Insekten, sondern auch für „farbensüchtige Menschenaugen“ unentbehrlich. Sie sehen nicht nur prächtig aus. Vielmehr helfen Hochbeete auch, den Insekten einen kleinen Teil Wohnraum zurückzugeben.

Von Carolin Magnus und Clara Eichhorn
Klasse: 8/3
Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium Schönebeck