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Unerträgliche Hitze

Ein Bericht über die Ursachen und Folgen des Klimawandels. Von Maximilian Papies, Klasse 9b des Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode.

Der Klimawandel beeinflusst nicht nur den natürlichen Lebensraum des Eisbären, Foto Pixabay

Weit und breit nichts außer einer weißen Wüste und einem perfekt getarnten Tier. Der Eisbär. Ein Tier das in einer scheinbar toten Welt bestens überleben kann. Doch auch er merkte, dass sich über viele Jahre etwas verändert hat. Plötzlich ertönt ein schreckliches Donnern, ein Teil des Eises fällt in den tiefen, blauen und kalten Ozean. Nach kurzer Zeit taucht es wieder auf und schwimmt von nun an als Eisberg über den Ozean. So ein Eisberg kann viele Gefahren mit sich bringen. Zum Beispiel für Schiffe da nur rund 20% des Eisberges über Wasser zu sehen sind und die restlichen 80% unter Wasser liegen. Aber warum bricht so ein Eisberg überhaupt ab?

Einer der Hauptgründe ist natürlich der Klimawandel. Schon seit Jahren wissen wir, dass die Erde wärmer wird und wir wissen auch, dass der Mensch dabei eine große Rolle spielt. Seit der Industrialisierung pumpen die Menschen tagtäglich Treibhausgase in die Atmosphäre. Treibhausgase sind auf natürliche Weise für die Erde nicht schädlich, sie sind sogar sehr nützlich, da ohne sie die Erde viel kälter wäre, das heißt diese Gase, zum Beispiel Kohlenstoffdioxid oder Methan, speichern die von der Sonne gelieferte Wärme für eine Zeit lang. Sind von diesen Treibhausgasen nun allerdings viel zu viel da, so kann die Wärme schlechter wieder entweichen, dementsprechend wird es wärmer.

Menschen haben nun über 100 Jahre lang an verschiedenen Orten die Temperatur gemessen. Daraus hat sich ein Mittelwert für die gesamte Erde ergeben. Aus diesem Mittelwert ergab sich, dass die Erde sich im Verlauf von 100 Jahren um 0,8° Celsius erwärmt hat. Das scheint für manchen nicht gerade viel zu sein. Doch vergleicht man die Dauer der Temperaturunterschiede von der letzten Eiszeit bis zur Warmzeit erscheinen diese 100 Jahre als sehr kurze Zeit mit einer sehr hohen Temperaturveränderung. Vor allem in den letzten 25 Jahren ist die globale Mitteltemperatur sehr stark gestiegen. Außerdem liegen die 10 wärmsten gemessenen Jahre in den letzten 12 Jahren. Auch in Deutschland merkt man zunehmend die Erderwärmung. In den letzten 30 Jahren gab es einen Temperaturzuwachs von 0,7° Celsius. Deutschlands wärmstes Jahr war das Jahr 2014 mit einer Mitteltemperatur von 10,3° Celsius.

Natürlich bringt der Klimawandel auch Folgen für die Menschen, denn nur kleinste Störungen der physikalischen Bedingungen (in dem Fall Temperatur) können unkalkulierbare Risiken für die Gesundheit hervorbringen. Dabei wird in direkte und indirekte Auswirkungen unterschieden. Bei den direkten Auswirkungen gibt es unmittelbare Folgen auf den menschlichen Organismus, zum Beispiel durch Hitzewellen, die Krankheiten erhöhen oder durch Wetterextreme, wie Dürren, Stürme, Überschwemmungen, Lawinen oder Erdrutsche, die das Leben des Menschen enorm bedrohen.

Indirekte Wege sind Krankheitsüberträger, wie Stechmücken, Zecken oder Nagetiere. Aber auch Allergien, zum Beispiel eine verlängerte Pollensaison, können das Leben deutlich schwerer gestalten. Allerdings sind wir nicht hoffnungslos den Veränderungen ausgeliefert, denn wir können immer noch genug gegen die globale Erderwärmung tun. Eine der bekanntesten und womöglich auch effektivsten Strategien ist auf erneuerbare Energien zu wechseln. In vielen Ländern besprechen Politiker wie sie ihre Treibhausgas Emissionen verringern oder sogar abschaffen können. Dies ist vielen, vor allem in Europa, schon gut gelungen.

Fest steht, dass, wenn in den nächsten Jahren nichts passiert, die Zukunft der nächsten Generation womöglich nicht so ein Leben, wie wir es heute kennen oder sogar ein besseres Leben, führen können. Wir sind dafür verantwortlich, dass die nächste Generation diesen Planeten genauso bewohnen kann, wie wir es tun und bisher gibt es so etwas wie eine zweite Erde noch nicht, also sollten wir an manche Sachen mit ein bisschen mehr bedacht herangehen.

Von Maximilian Papies
Klasse: 9b
Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode

Quelle: wiki.bildungsserver.de