Vom Wunsch der Prinzessin zur Lebensretterin

Krankenhaus

Krankenhaus | Bild: www.pixabay.de

Mit großem Glück, Trauer und Verantwortung beginnen und beenden Krankenschwestern täglich ihren Job. Doch ab wann, kann man sich selbst eine Lebensretterin nennen? Ihre 20-jährige Erfahrung schildert uns jetzt Anja B.

SchmaZ-Reporter: Wie gut muss das Abitur für diesem Job sein?
Anja B.: Es muss nicht mal ein Abitur sein. Auch ein guter Realschulabschluss reicht für den Job aus.

SchmaZ-Reporter: Wie lange dauert die Ausbildung zur Krankenschwester?
Anja B.: Bis man Krankenschwester wird hat jeder eine dreijährige Ausbildung zu bestehen.

SchmaZ-Reporter: Wie war der Alltag in der Ausbildung?
Anja B.: An einem Tag mussten wir praktische Prüfungen machen, an anderen theoretische. Wir waren in der Schule und haben gelernt oder wir wurden auf den Stationen eingesetzt.

SchmaZ-Reporter: Wieso hast du dich für diesen Job entschieden?
Anja B.: Ich finde er ist sehr spannend, interessant, abwechslungsreich, du kannst den Menschen helfen und du lernst immer wieder neu etwas dazu.

SchmaZ-Reporter: Was gefällt dir besonders gut an deiner Jobwahl?
Anja B.: Das Allerwichtigste ist natürlich, dass du das Leben eines Menschen retten kannst und das macht einen stolz.

SchmaZ-Reporter: Was sind die Dinge die dir nicht so gut gefallen?
Anja B.: Ganz klar, wenn du Patienten hast die unheilbar krank sind und sterben müssen. Wenn man so etwas erfährt ist es jedesmal schrecklich, aber ich glaube dagegen wird man nicht immun.

SchmaZ-Reporter: Was für Notfälle habt ihr in eurer Klinik?
Anja B.: Es gibt zwei Notfalltypen: Es gibt die Notoperation und die Reaninmation, diese wird bei Herzstillstand eingeleitet.

SchmaZ-Reporter: Ist es schwierig mit Patienten umzugehen, gerade wenn sie wissen das sie keine große Überlebenschance haben?
Anja B.: Manchmal ist es schon hart, aber manchmal auch nicht. Der Charakter spielt eine sehr große Rolle und natürlich auch die Krankheit. In diesem Job musst du mit verschiedenen Dingen umgehen können wie z.B. Agressionen, Trauer und Depressionen. Dafür musst du gut ausgebildet sein und ein großes Herz haben, um Patienten und Familie zu beruhigen und beizustehen.

SchmaZ-Reporter: Wie ist das mit den Arbeitszeiten und deiner Familie, wenn man rund um die Uhr einsatzbereit sein muss?
Anja B.: Es ist manchmal schon schwer, da ich Frühdienst und Spätdienst habe. Außerdem kommt noch die Fahrzeit von Zerbst nach Coswig hinzu. Schwer mit der Familie wird es, wenn ich an Feiertagen arbeiten muss und dann immer erst spät Heim komme.

SchmaZ-Reporter: In einem Krankenhaus zu arbeiten ist eine große Verantwortung. Wie gehst du damit um?
Anja B.: Ja, es ist eine große  Verantwortung, da man zu jeder Zeit hochkonzentriert sein muss. Fehler hätten schwere Folgen z.B. bei der Medikamentengabe.

Trotz des harten Alltags ist Anja B. stolz darauf eine Krankeschwester mit Leidenschaft zu sein. Sie ist glücklich, dass sie mit dem Alter gelernt hat was wichtig ist, nicht eine Krone oder Macht, sondern das Leben jedes einzelnen Menschen.