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Von der Demo in die eigene Hand – Unsere Erde braucht mehr als nur den Kampf gegen den Klimawandel

Der Umweltschutz steht heutzutage an hoher Stelle. Wir Menschen erkennen, dass wir von nun an acht auf unsere Mutter Erde geben müssen, damit ein angenehmes Leben für die nächsten Generationen möglich ist. Ein Artikel von Lorenz Finn Dudeck, Klasse 8c, „Europaschule“ Gymnasium Gommern.

Nur die Menschen können etwas gegen den Klimawandel unternehmen. Foto: Pixabay

Es ist eine Diskussion darüber entbrannt, in welchem Ausmaß wir Menschen für den Klimawandel verantwortlich sind, und ob wir überhaupt etwas dagegen tun können. Auch die Jugend geht jetzt auf die Straße und kämpft unter dem Namen „Fridays for Future“ hauptsächlich gegen den Klimawandel.

Doch es geht um weit mehr als den Klimawandel. Die Erde hat sich über Jahrmillionen verändert, und wird das auch weiterhin tun, ob nun mit uns Menschen oder ohne. Doch jetzt schreit die Erde auf, tausende Tierarten sind bereits ausgestorben oder stehen vor der Auslöschung, und das wegen Zerstörungen und Umweltschäden, die wirklich und unumstritten wir Menschen verursachen. Die Weltmeere verschmutzen und vermüllen. Der Regenwald wird vernichtet, große Flächen werden täglich gerodet – weit weg, aber für die Herstellung von Produkten, die wir weltweit verbrauchen. Diese Zerstörungen betreffen aber nicht nur tropische Regenwälder, sondern auch Urwälder in gemäßigten Klimazonen, wie zum Beispiel in Kanada. Tausende Arten sind aber auch durch die Zerstörung ihrer Lebensräume durch eine immer weiter zunehmende, weltweite Urbanisierung und Industrialisierung bedroht.

Aber auch hier bei uns, vor unserer eigenen Haustür sehen wir inzwischen die Folgen der Umweltzerstörung. Auch hier haben wir inzwischen ein dramatisches Artensterben bei Tieren und Pflanzen. Böden werden vergiftet und erodieren durch eine übermäßige, kurzsichtige und industrielle Landwirtschaft. Gewässer werden verschmutzt. Naturräume verschwinden durch rücksichtslose Bebauung. Abfallprobleme nehmen zu.
Es geht also um weit mehr als den Klimawandel. Wir müssen endlich aufwachen, und aufhören unsere eigene Welt zu zerstören. Und wir können nicht nur andere anklagen, nicht nur unsere Eltern und Großelterngeneration in die Verantwortung nehmen. Wir müssen selbst etwas tun!

Selbst etwas zum Umweltschutz beizutragen ist gar nicht so schwer. Es sind kleine Dinge, die allerdings in der Summe Großes bewirken können. Allerdings muss an einigen Stellen auch die Politik eingreifen, und Firmen und Konzerne gesetzlich zu einer nachhaltigen Produktion zwingen. Wir selbst können zum Beispiel darauf achten, weniger Müll zu verursachen. Viel Müll, der schlussendlich in der Umwelt landet, ist vollkommen unnötig und verursacht somit mehr Schaden als wirklichen Nutzen. Zum Beispiel bestimmte Verpackungen im Supermarkt, wie eingeschweißtes Obst und Gemüse, ergeben gar keinen Sinn. Oder Verpackungen in Verpackungen, zum Beispiel bei Süßigkeiten, sind nicht wirklich notwendig.

Ein weiterer großer Punkt ist das Recyceln, also die Wiederverwendung von Materialien. Wir selbst müssen da mithelfen, in dem wir unseren Hausmüll trennen. Viele Firmen und Konzerne recyceln zwar, aber oft nur einige Teile der eigenen Produkte. Für die Herstellung neuer Produkte wird wiederum nur einen Bruchteil der recycelten Materialien verwendet, gleichzeitig aber zahlreiche neue verbraucht. Nur sehr wenige Produkte sind zu 100% aus recyceltem Material hergestellt, obwohl es die technischen Möglichkeiten sehr viel öfter erlauben würden. Sowohl produzierende als auch dienstleistende Konzerne und Versandhändler sollten das Verpackungsmaterial zurücknehmen und wiederverwenden, oder sich an den Recyclingkosten zu beteiligen, um so den Abfall auf ein Minimum zu reduzieren. Zur Zeit sind es vor allem die Verbraucher, die immer mehr Müllgebühren zahlen müssen, aber nicht die Konzerne. Das ist sozial ungerecht.

Wasser, Strom und Heizenergie zu sparen ist der nächste Punkt, bei dem wir selbst etwas tun können. Wir können nicht darüber diskutieren, Stromerzeugung durch Kohle abzuschaffen, wenn wir gleichzeitig nicht unseren eigenen Stromverbrauch reduzieren. Wir sollten nur das anschaffen und verwenden, was wir wirklich brauchen. Allein dadurch würde sich der Stromverbrauch moderat senken lassen. Der Stromverbrauch vieler Geräte wird von uns Menschen unterschätzt. Früher war es nur das Radio und der Kühlschrank. Was ist es heute? Handys, Fernseher, Spielekonsolen, „Alexa“ hier und „Siri“ dort? Ist dieses Ausmaßes denn wirklich nötig? Was ist Fortschritt und was ist unnötiger Luxus? Muss man denn wirklich alles und sofort mit der Welt teilen? Und muss man wirklich dauerhaft Zocken und kaum was anderes machen? Unser technischer „Bedarf“ führt dazu, dass wir Geräte oft schon entsorgen und neu anschaffen, obwohl sie noch einwandfrei funktionieren, nur weil es ein neueres, schöneres, schnelleres oder größeres Modell gibt. Das wiederum befeuert das Müllproblem. Wo bleiben die ganzen Handys, wo werden die Akkus entsorgt? Was passiert mit den enthaltenen Schadstoffen?

Wenn viele Menschen nachhaltiger leben würden, mehr nachdenken über ihren Lebensstil und ihren Verbrauch an Ressourcen, dann würden wir unserer Erde drastisch helfen. Das ist vielleicht sogar noch nötiger als dass wir uns mit aller Macht gegen den Klimawandel stemmen. Wir Menschen sind auf diesen Planeten angewiesen. Aber nicht nur wir. Wir haben gleichzeitig auch eine Verantwortung für Millionen anderer Arten. Also lasst uns endlich etwas tun, um die Erde nicht mehr zu zerstören.

Von Lorenz Finn Dudeck
Klasse: 8c
„Europaschule“ Gymnasium Gommern