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Viele fragen sich wahrscheinlich, wie ein Roman entsteht. Um das Geheimnis zu lüften, habe ich die Autorin Dee Voight interviewt. Sie hat den Roman „Ursprung der Ewigkeit“ geschrieben. Von Karolina Frentzel.

Wie kamen Sie auf die Idee ein Buch zu schreiben?
Dee Voight: Ich lese unheimlich gern, Bücher waren für mich immer eine Art Rückzugsort. Wenn man so viel Zeit damit verbringt, kann es schon mal vorkommen, dass sich daraus einige Ideen ergeben.

Wie kamen sie auf das Thema ihres Buches?
Das entspringt meinem persönlichen Geschmack.

Was hat sie inspiriert?
Oft ist es zuerst die Figur, die ich im Kopf habe, noch eher als die Story selbst. Die meisten meiner Figuren haben reale Vorbilder – was eine weitere große Inspirationsquelle ist.

Wie lange hat es gedauert, das Buch zu schreiben?
Die Rohfassung ungefähr 6 Monate. Es gab aber eine lange Vorlaufzeit, in der sich die Geschichte in meinem Kopf finden musste. Die spukte da dann gute 3 Jahre rum. Doch nur weil unter dem Manuskript „Ende“ steht, heißt das nicht, dass ein Buch auch fertig ist. Es folgen noch unzählige Überarbeitungsphasen. Am Anfang geht es nur darum, die Geschichte erzählt zu bekommen. Eine Rohfassung ist für Leser nicht zumutbar.

Welche Probleme traten auf?
Die Größte Herausforderung ist es, überhaupt mit dem Schreiben anzufangen. Wie viele Leute sagen: „Darüber schreibe ich irgendwann mal ein Buch!“ Aber wie viele schreiben tatsächlich eins? Der zweitschwierigste Punkt ist, es zu beenden. Aber vor allem braucht man den Drang, schreiben zu wollen.

Planen oder einfach drauf los schreiben?
Jeder Autor und jede Autorin hat seinen eigenen Schreibstil. Ich persönlich plane lieber, als einfach drauf los zu schreiben.

Was tun Sie bei Schreibblockaden?
Hausarbeit. Doch oft erklären sich Schreibblockaden auch damit, dass ich gerade selbst viel zu wenig lese.

Wie kommt man an einen Verlag?
Als Erstes braucht man ein überzeugendes Manuskript. Das zweite ist Timing. Das hat etwas mit dem Genre zu tun, in welchem man aktiv ist. Was ist gerade besonders gefragt, was findet kaum Beachtung – Das sind Fragen, die sich ein Verlag stets und ständig stellt.

Wer oder was hat Sie zum Schreiben gebracht?
Stephen King, Timothy Zahn, Ian McEwan. Das sind Autoren, die mich nachhaltig geprägt haben. Die umfangreichere Antwort endet darin, dass das Geschichtenerzählen einfach ein Teil von mir ist.

Was macht für Sie ein gutes Buch aus?
In erster Linie der Schreibstil. Außerdem ist eine unerwartete Wendung oder eine Tiefe etwas wirklich Gutes an einem Buch.

Welche Tipps würden Sie jemandem geben, der auch ein Buch schreiben möchte?
Man sollte nicht versuchen, die Rohfassung im ersten Rutsch perfekt schreiben zu wollen. Die erste Fassung darf schlecht, kitschig, langatmig sein – sie ist nicht fürs Publikum, sondern für einen selbst.

Von Karolina Frentzel
Klasse: 8c
„Europaschule“ Gymnasium Gommern