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Das denken sich wahrscheinlich die ein oder anderen auch manchmal von euch. Aber was ist der Grund dafür? Ganz einfach gesagt: ein Déjà-vu-Erlebnis. Jetzt stellen sich nur noch die Fragen „Was ist ein Déjà-vu und Wie entsteht es?“ – Lina Sattelmaier ist der Frage auf den Grund gegangen.

Déjà-vu ist französisch und heißt übersetzt „bereits gesehen“. Ein Déjà-vu-Erlebnis kann immer und überall auftreten und hinterlässt ein vertrautes Gefühl mit der Situation oder der Umgebung. Oftmals treten Déjà-vu-Erlebnisse bei einem epileptischen Anfall auf. Was nicht heißt, dass gleich jeder, der ein Déjà-vu hat, Epilepsie haben muss. Woran das liegt, dass wir Déjà-vu-Erlebnisse haben, kann die Forschung auch nicht wirklich sagen. Ist ja auch schwer ein Déjà-vu zu untersuchen, da es sehr schnell kommt und auch sehr schnell wieder geht. Man kann ein Déjà-vu auch nicht künstlich herbeiführen, was die Erforschung noch schwieriger macht.

Dennoch gibt es einige Theorien:
1. Es könnte sein, dass im Gehirn für eine ganz kurzen Zeit eine Desynchronisierung statt findet, dass heißt von sensorischen Organen erreichen die Informationen auf mehreren Wegen den jeweils passenden Zielort im Gehirn und erst dort werden sie zu einem einheitlichen Eindruck zusammengefügt. Deshalb kann es sein, dass die Bildinformation eines Auges durch eine synaptische „Panne“ etwas länger braucht als die des anderen Auges. Dabei kann es sich auch nur um eine Millisekunde handeln. So werden die Daten, statt zu einem Gesamteindruck, zu einem zweimaligem Erleben der gleichen Erfahrung zusammengeführt. Diese Theorie ist aber eher unwahrscheinlich, da Blinde auch von Déjà-vu-Erlebnissen berichten.
2. Die sogenannte Umwelt-Theoreie sorgt dafür, dass unser Gehirn unbekannte Orte mit bereits bekannten Orten verknüpft und vermittelt uns somit, fälschlicher Weise, ein Gefühl von Vertrautheit.
3. Eine weitere Theorie ist die Annahme, dass wir Situationen nicht bewusst wahrnehmen und diese uns erst wieder ins Gedächtnis rufen, wenn etwas ähnliches in der Gegenwart passiert. Wir könne uns trotzdem nicht bewusst an das Ereignis aus der Vergangenheit erinnern.
4. Am wahrscheinlichsten jedoch ist die Theorie, dass das Gedächtnis bei einem Déjà-vu-Erlebnis getäuscht wird und zwar indem der Hippocampus (Teil des Gehirns) die Situation erkennt und ein Signal an den Parahippocampus (ebenfalls ein Teil des Gehirns) sendet, der ein vertrautes Gefühl zurück sendet, wenn wir mit der Situation vertraut sind. Sollte jedoch jetzt der Hippocampus für einen ganz kleinen Moment ausfallen sendet der Parahippocampus trotzdem das Gefühl von Vertrautheit ohne das passende Bild zuzuordnen. In dem Moment macht sich dann in uns ein Vertrautheitsgefühl breit, trotz einer unbekannten Situation. Das Phänomen nennen wir dann Déjà-vu.

Trotzdem ist das Thema Déjà-vu immer noch nicht ganz geklärt und beschäftigt die Forscher auch heute noch.
Das Gegenteil von Déjà-vu ist übrigens das Jamais-vu (franz. niemals gesehen) also, wenn dir etwas auf der Zunge liegt es dir aber nicht einfällt. Da hilft nur auf etwas anderes konzentrieren und somit die Blockade lösen.
Damit wären die Fragen „Was ist ein Déjà-vu und Wie entsteht es?“ geklärt.

Zitat von Yogi Berra: „Es ist schon wieder wie ein Déjà-vu.“

Von Lina Sattelmaier
Klasse: 8c
„Europaschule“ Gymnasium Gommern

 

Quellen: