Warum sind 50% aller jungen Menschen in Europa kurzsichtig?

Kurzsichtigkeit oder fachlich korrekt „Myopie“ ist im Zeitalter von Smartphones, Tabletts und Computern eine Begleiterscheinung in unser aller Leben – mit der Tendenz steigend. Joel Glitzky aus der Klasse 8a der
„Europaschule“ Gymnasium Gommern hat sich mit dem Thema befasst.

Auch zum Lesen benötigen viele Menschen eine Brille. Foto: Pixabay

„Myopie“ ist eine sogenannte optische Abweichung. Sie ist nicht gefährlich aber Kindern unter 12 Jahren, die an einer Myopie leiden, ist das Risiko auf eine hohe Myopie (über -6,00 Dioptrien) im späteren Leben hoch. Mit ihrer Zunahme steigt die Wahrscheinlichkeit von Augenerkrankungen.

Abbildung Risikofaktoren: Zusammenhang zwischen der Höhe der Myopie und der Gefahr von Augenerkrankungen.

„Die Ursache für eine Kurzsichtigkeit ist durch die direkte Vererbung bedingt“, sind Eltern oder ältere Geschwister kurzsichtig, so ist das Risiko, dass ein Neugeborenes myop ist, hoch. „Es kann auch mit der ethnischen Abstammung zu tun haben.“ Die Wahrscheinlichkeit an einer Myopie zu leiden, ist für Menschen aus Asien besonders hoch. Bis zu 80% aller Asiaten sind kurzsichtig.

„Es kann auch an den Lebensumständen liegen.“
Kinder, die sich bei Tageslicht wenig im Freien aufhalten und viel Zeit mit Smartphones, Tablets oder PCs verbringen, entwickeln deutlich schneller Myopie.

Man kann es nicht zu 100% aufhalten, jedoch stehen Augenspezialisten spezielle Methoden („Myopie- Management“) zur Verfügung, die den Fortschritt verlangsamen können.
„Die Reduktion der Zeit im Nachsehmodus auf Smartphone und co hilft Myopie vorzubeugen.“ „Tageslicht und die Fokussierung der Augen auf verschiedene Distanzen, wirken sich positiv auf die Netzhaut aus.“ Es wird ein Aufenthalt von mindestens 2 Stunden im Freien empfohlen.

Forscher sagen für das Jahr 2050 voraus, das nahezu die Hälfte der Weltbevölkerung kurzsichtig sein wird.

Von Joel Glitzky
Klasse: 8a
„Europaschule“ Gymnasium Gommern

Quelle : Infomaterial von MPG&E