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Als wir, die Schüler der damaligen 3.Klasse der Grundschule „Dr.W.Schmidt“ Wegeleben, von unserem Ausflug in den Elbauenpark Magdeburg im Juni 2019 nach Wegeleben zurückkamen, sahen wir einen Bagger auf unserem Schuldach. Was hatte das zu bedeuten? Das werden wir euch jetzt berichten.

 

Foto M. Juhnke

In der ersten Klasse 2016/17 haben wir noch getrennt in Wegeleben und in Harsleben gelernt, dann kamen die Sommerferien. Es wurde gepackt. Seit dem zweiten Schuljahr, seit August 2017, lernen alle Kinder nun in der Außenstelle Harsleben. Das war erst einmal eine ganz schöne Umstellung für uns Kinder aus Wegeleben. Wir sind täglich an unserer Schule vorbeigefahren und es passierte sichtbar erst einmal nichts.

Foto J. Kunert

Am 21. Januar 2018 kam dann Bewegung in den Umbau unserer Schule. Der damalige Finanzminister von Sachsen-Anhalt, Herr Schröder, überbrachte uns den langersehnten Fördermittelbescheid.

Foto J. Kunert

Nun begann die Planung in der Verbandsgemeinde.
Im Oktober 2018 wurde dann endlich die Schule leer geräumt. Alles musste raus. Viele Eltern und auch wir Kinder halfen bei der Umzugsaktion.

Foto J.Kunert

Im März 2019 ging es dann endlich los mit dem Umbau.
Wir wollten es nun genauer wissen, warum der Schulumbau vorgenommen wurde und was dann dabei genau passiert. Deshalb haben wir uns den Sachgebietsleiter Bauverwaltung der Verbandsgemeinde Vorharz, Herrn Marco Juhnke, in unserem Klassenraum nach Harsleben eingeladen. Er hat geduldig unsere vielen Fragen beantwortet. Davon wollen wir jetzt erzählen.

Foto V.Cosmus

Unsere Grundschule wurde in den 70iger Jahren erbaut und seitdem nicht verändert. Da war es an der Zeit, so unsere Schulleiterin H.Stiemer, dass die Schule modernisiert wird, was nun seit März 2019 bis voraussichtlich August 2020 geschieht. Behindertengerecht – mit einem Aufzug versehen – wird gebaut.
Die obere Etage wurde als erstes entfernt, so Herr Juhnke vom Bauamt. Wir haben uns gefragt, ob die Schule nun kleiner werden wird. Das hat H. Juhnke verneint. Für etwa 130 Kinder soll Platz sein. Es wurde angebaut. Der Sachgebietsleiter der Bauverwaltung der Verbandgemeinde Vorharz erklärte uns, dass unsere neue Schule nicht mehr die typische H-Form hat, sondern quaderförmig und eine Aula erhalten wird, die 160 m2 groß ist und eine tolle Bühne für Programme erhalten soll.

Foto H. Juhnke

Wir sind eine musikbetonte Grundschule. Der Musikraum soll der zweitgrößte Raum mit ca. 78 m2 werden. Das freut natürlich unsere Klassen- und Musiklehrerin Frau Kunert. Sie meinte, dass dann dort viel Bewegung und Tanz stattfinden kann. Neben neun Klassenräumen und einem Betreuungsraum soll auch eine Mensa entstehen. Auch eine Bibliothek ist geplant. Da mussten wir
genauer nachfragen. Das wird unsere Schulbibliothek, wo wir uns dann sicher schöne Kinderbücher für die Pausen- und Nachmittagsgestaltung ausleihen dürfen.
Wo werden die Garderoben sein – wieder im Keller? Da gab es von Herrn Juhnke ein klares „Nein. „Neben dem Eingang und an der Aula entstehen die Garderoben.“
Wir fragten, ob es eigentlich etwas geben wird, was an der Schule alt bleibt. Herr Juhnke antwortete: „Nur die Mauern, und diese erhalten einen neuen Farbanstrich. “ Gelb soll die Grundfarbe der Grundschule von außen werden, an den Fensterfronten gibt es wohl orange und rote Farbtupfer. Innen soll es schön bunt werden.
Interessant war für uns auch von Herrn Juhnke zu erfahren, dass auf dem Dach eine Photovoltaikanlage entstehen soll, um Strom zu erzeugen.

Oh man, was sind wir traurig, dass wir nicht mehr in den Genuss kommen, in der neuen Schule lernen zu dürfen. Aber Frau Stiemer erklärte uns, dass wir jederzeit willkommen sind, um uns das Ergebnis anzuschauen und einige von uns haben ja jüngere Geschwister, die noch nicht eingeschult sind. Auf dem Foto ist zu sehen, wie die umgebaute Schule mal aussehen könnte.

So soll es einmal aussehen, wenn alles fertig ist:

Foto T. Netzel

 

So sieht der Eingangsbereich im Moment aus:

Foto J. Kunert

Uns interessierte natürlich, wie teuer der Umbau werden wird und wie viele Firmen daran beteiligt waren bzw. sind, damit wir so eine schöne und moderne Schule erhalten können. Herr Juhnke erklärte uns dazu, dass der Umbau etwa 3,8 Millionen Euro kosten wird und ca. 10 Firmen am Umbau beteiligt sind.
Wir wollten zu guter Letzt noch wissen, wie es mit der Schulhofgestaltung aussieht. Dazu meinte Herr Juhnke, dass es dazu noch keine konkreten Pläne gibt, aber der Hof auf alle Fälle gepflastert wird und eventuell ein neues Spielgerät aufgestellt wird. Uns Fußballer freut, dass der alte Sportplatz erhalten bleiben soll. Die Klassensprecher aller Klassen haben zu diesem Thema zum Ende des letzten Schuljahres die Ideen der Schüler mit dem Schulförderverein bereits diskutiert.

Foto V.Cosmus

Wir möchten uns ganz herzlich für das Gespräch mit dem Sachgebietsleiter der Bauverwaltung der Verbandsgemeinde Vorharz, Herrn Juhnke, bedanken. Es war sehr informativ und spannend und hat uns natürlich nun noch neugieriger auf die neue Schule gemacht.

 

Ein Artikel der Schülerinnen und Schüler der Klasse 4
Grundschule „Dr.W.Schmidt" Wegeleben, Außenstelle Harsleben 

Der Artikel entstand in mehreren Etappen. Wir haben den Sachgebietsleiter der Bauverwaltung der Verbandsgemeinde Vorharz zu Besuch in der Klasse gehabt. Er wurde zum Thema Schulumbau befragt, er lieferte die Fakten. Nach Fertigstellung des Artikels hat er ihn gegengelesen und auf Richtigkeit des Inhaltes überprüft. Nachdem eine Journalistin wichtige Tipps zum Schreiben von Artikeln mit den Kindern besprochen hat, entstanden mehrere Artikel zu diesem Thema. Daraus wurde dann im Deutschunterricht ein gemeinsamer Artikel geschrieben.