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Wenn jeden Freitag tausende Schüler die Schule schwänzen

Seit Wochen demonstrieren tausende Schüler/innen unter dem Motto „Friday’s for Future“ für mehr Klimaschutz. In seinem Artikel nimmt Jason Winter aus der Klasse 8b der „Europaschule“ Gymnasium Gommern Stellung zum Thema.

Fridays for Future. Foto: Pixabay

Die Initiative kam von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg. Sie stellte sich am 1. Schultag, den 20. August 2018, vor den schwedischen Reichstag und hielt ein Schild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ (Schulstreik für Klima) hoch. Ihr Protest ging innerhalb von wenigen Tagen viral.

Schon bald folgten ihr tausende Jugendliche, die sich ebenfalls für mehr Klimaschutz einsetzen wollen. Mittlerweile schwänzen hunderttausende Schüler, jeden Freitag auf der gesamten Welt die Schule, da der Klimawandel bereits eine ernste Bedrohung für unsere Zukunft ist. Ein Zitat Thunberg’s ist: “Why should I be studying for a future that soon may be no more, when no one is doing anything to save that future?” (Wieso sollte ich lernen für eine Zukunft, die bald nicht mehr sein könnte, wenn niemand diese Zukunft retten will).

Mit ihren pikanten Reden will sie Leute auf die Klimaproblematik aufmerksam machen. Die Forderungen Thunberg’s und der Demonstranten sind die Verringerung des CO² Ausstoßes, das Schließen von Öl- und Gasindustrie, sowie der Ausstieg des Kohleabkommens. Wenn dies nicht geschieht, wäre das Aufhalten der 2-Grad-Grenze fast unmöglich und fatale Folgen wären nicht mehr zu verhindern.

Schüler gehen zu den Freitags-Demonstrationen, um den Politikern zu zeigen, dass ihnen die Zukunft des Planeten wichtiger ist, als ihre Schulbildung. Sie sind der Meinung, dass die Politiker immer noch zu wenig für den Klimaschutz tun. Alleine in Deutschland demonstrieren schon tausende von Schülern, jeden Freitag und es werden immer mehr. Ihr Demospruch lautet dabei: “Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“

Am 15.03.2019 fand eine Massendemonstration auf der gesamten Welt statt, bei der in über 100 Länder für den Klimaschutz demonstriert wurde. Laut Zählungen waren an diesem Tag rund 1.6 Millionen Schüler auf der Straße. Da die Schüler jedoch Schulpflicht haben, kommt es an manchen Schulen zu Strafen, wie zum Beispiel das erhalten eines Verweises, welcher dann schlussendlich zur Suspension führen kann. Zudem können auch Fehlstunden eingetragen werden, welche dann auf dem Zeugnis stehen. Manche Lehrer ergreifen die Initiative und machen einen Klassenausflug, um für einen besseren Klimaschutz zu demonstrieren, denn der Klimaschutz ist eine gute Sache, für die sich jeder einsetzen sollte!

Von Jason Winter
Klasse: 8b
„Europaschule“ Gymnasium Gommern