Wie Schulen mit Klima-Demos umgehen

Schulen in Sachsen-Anhalt sollen Schüler, die wegen Protesten fehlen, melden. Thüringen und Sachsen gehen mit den Schüler-Demos anders um. Ein Bericht von Angelina Bandey, Klasse 8a der „Europaschule“ Gymnasium Gommern.

Fridays for Future. Foto: Pixabay

Seit Wochen zieht es Schüler freitags während der Unterrichtszeit auf die Straßen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Hunderte Teilnehmer der „Fridays for Future“ Bewegung bleiben dabei auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen dem Unterricht fern – Ein Verstoß gegen die Schulpflicht? Wie Länder und Schulen mit den Klima-Demos umgehen, ist aber höchst unterschiedlich.

Ein Blick über die Landesgrenze:

Sachsen
Einige Schulen seien „relativ kulant“. Sie genehmigten Freistellungsanträge und ergriffen keine Maßnahmen gegen Schüler, die unentschuldigt an den Protest teilnehmen. Andere seien restriktiver und wiesen unentschuldigte Fehlstunden aus. Es soll auch zu Verwarnungen durch Schulleitung oder Fachlehrer gekommen sein.

Sachsen-Anhalt
Die Schulen in Sachsen-Anhalt sind angehalten, Teilnehmerzahlen der Demos ans Landesschulamt zu melden. Der Landesschülererrat berichtete von Schulen, die Schüler freistellten oder den Unterricht zu den Demonstrationen verlegen. Es könne aber nicht sein, dass dafür jeden Freitag der Gleiche Unterricht ausfalle. Die Schulleiter seien angehalten, die Schulpflicht durchzusetzen. Zur Regel dürfen die freitäglichen Demonstrationen nicht werden.

Thüringen
In den meisten befragten Schulen in Thüringen müssen Erziehungsberechtigte einen Antrag auf Freistellung stellen, den die Schule erst genehmigen muss. Härtere Konsequenzen als der Eintrag von unentschuldigten Fehlstunden sind bislang die Ausnahme. Bei Freistellungen müssen die Schüler den versäumten Stoff nachholen.

 

Von Angelina Bandey
Klasse: 8a
„Europaschule“ Gymnasium Gommern

Quelle: Volksstimme vom 30.03.2019