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Wie sich Covid-19 auf den Unterricht auswirkt

Es klingelt und ein weiterer Schultag beginnt für mich, als Schülerin des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums in Halberstadt. Die Schultasche ist wieder mal viel zu schwer, in die oft nicht mal alles reinpasst. Die Spinde werden kaum genutzt, da es sich sowieso nicht lohnt etwas in ihnen zu lagern, weil der Unterricht hier nur alle 2 Wochen, in halbierten Klassen, in der Schule stattfindet und wir sie immer für die jeweils andere Woche zu Hause brauchen in der die andere Hälfte in der Schule ist, da uns Aufgaben zugeschickt werden.
Somit tragen wir meist die Bücher, Hefter und Arbeitshefte für 3-4 Fächer gleichzeitig, vielleicht auch noch das ein oder andere Wörterbuch oder auch den Atlas, da kommt einem die Schultasche tonnenschwer vor und man hat ganz schön was zu schleppen. Man könnte wegen der gegenwärtigen Situation annehmen es gibt vermehrt Unterrichtsausfall oder Vertretung, aber dem ist nicht so zumindest nicht mehr als vor Corona.Was jedoch anders ist, ist, dass wir in den Pausen ob draußen oder drinnen immer eine Maske tragen müssen, auf den Fluren und auch in den Unterrichtsräumen, dies ist zwar nachvollziehbar, man will sich und andere ja schützen, aber es stört doch sehr. Viele Schüler bleiben auf Grund der Aufhebung der Präsenzpflicht gänzlich zu Hause, wodurch die sowieso schon halben Klassen oft noch mal halbiert werden. In meiner Gruppe ist das nicht der Fall, einige Lehrer sind sogar verwundert so viele Schüler in der Klasse zu sehen. Jedoch in der anderen Hälfte meiner Klasse ist das leider nicht so „wir waren nur zu sechs, die ganze Woche“ berichtete mir eine Mitschülerin aus der anderen Gruppe.
Was vor allem meinen Jahrgang (8. Klasse) und die Abiturienten betrifft, ist, dass sie Jugendweihe und der Abschlussball nur eingeschränkt und/oder verspätet stattfinden können.
Ersteres verschiebt sich z.B. vom 8. Mai auf den 2. Oktober.

Anderseits gibt es auch Positives. Ein Beispiel hierfür: Es ist in den Klassenräumen wesentlich ruhiger und somit herrscht eine deutlich angenehmere Atmosphäre zum Lösen von Aufgaben. Mittlerweile hat sich die Situation gelockert, sodass wir jetzt wieder in der vollen Klasse und auch wieder jede Woche zur Schule gehen können. Dies hat zur Folge, dass die Masken nicht mehr auf dem Schulhof getragen werden müssen, vorausgesetzt wir halten genug Abstand. Ich musste mich erst wieder daran gewöhnen mit so vielen Leuten im Unterricht zu sein und auch die Lautstärke hat leider wieder zugenommen, aber man war froh, alle wieder zu sehen und wieder richtig mit jemandem reden zu können.

 

Desinfektionsmittelspender am Seiteneingang des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums. Foto: Anna Brademann

 

Von Anna Brademann
Klasse: 8a
Käthe-Kollwitz-Gymnasium Halberstadt