Wirtschaftlicher Niedergang im Altmarkkreis Salzwedel?

Salzwedel | Inmitten der Altmark befindet sich die kleine Stadt Salzwedel. Die Altmark ist für wunderschöne, grüne Landschaften und eine historische Kultur bekannt. Doch im Altmarkkreis Salzwedel ist es längst nicht mehr so schön, wie es für Außenstehende klingt.

Es fängt schon bei der Bevölkerungszahl an, welche enorm sinkt, da immer mehr, vor allem junge Leute, beispielsweise um zu studieren, die Stadt verlassen. Sie kommen jedoch häufig nicht zurück, weil die Hansestadt für sie oftmals perspektivlos erscheint. Hinzu kommt, dass es in Salzwedel für diese Altersgruppen zu wenige attraktive Zugverbindungen gibt, um andere Städte besuchen zu können. In der rund 24.000 Einwohner zählenden Stadt zeigt sich die Entwicklung in vielerlei Hinsicht uneinheitlich und unterdurchschnittlich.

Von Jahr zu Jahr steigt die Arbeitslosenquote und die Einkommen stagnieren. Ein Grund dafür könnte sein, dass immer mehr Firmen, wie beispielsweise Fricopan oder die Salzwedeler Kerzenfabrik, schließen. Auch in die umliegenden Dörfern Salzwedels wird so gut wie nichts investiert. Unter anderem auch nicht in die freiwilligen Feuerwehren, die trotz junger motivierter Mitglieder kaum finanzielle Unterstützung erfahren. Außerdem wird der Zugang zum Internet von Seiten der Telekom nur schleppend ausgebaut und ein Beitritt der Stadt Salzwedel zum Zweckverband ist nach wie vor nicht geplant.

Auch die Freibäder verfallen immer mehr, da diese ebenfalls auf finanzielle Unterstützung nur hoffen können. Kaum Touristen besuchen die Hansestadt, denn zusätzlich geplante attraktive Angebote, wie einen Kletterpark oder moderne Wohnmobilstellplätze am Chüdenwall, bleiben Wunschträume. Damit scheint sich die Aussage der Bundekanzlerin Angela Merkel in ihrer Rede von 2011 zu bestätigen: Salzwedel ist das Paradebeispiel für den wirtschaftlichen Niedergang einer Stadt.  Man sollte mehr geplante Freizeitangebote umsetzen, gezielt in die Attraktivität investieren um so mehr Touristen in die Hansestadt zu locken. Dadurch würde man neue Arbeitsplätze schaffen und das Einkommensniveau könnte langsam steigen. Wenn sich dann noch Zugverbindungen verbessern würden und bestenfalls Autobahnen gebaut werden, wäre es möglich, einen Teil der Probleme zu beseitigen und die Einwohnerzahl der Hansestadt zu halten, bzw. zu erhöhen. Denn es wäre doch schade, wenn so eine schöne historische Stadt wie Salzwedel den wirtschaftlichen Niedergang erleben müsste, bevor man sich nicht ausreichend für sie eingesetzt hat.

 

Von Mia Schulz, Klasse 8a, Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Salzwedel

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