Youtuber veranstaltet Zuschautreffen

200 Abenteuerlustige wandern zum Brocken – Es ist der 17. Dezember um 6 Uhr morgens bei minus 5 Grad Außentemperatur in Schierke. Was treibt so viele Menschen zu dieser Uhrzeit und bei diesem Wetter auf einen Parkplatz an der Brockenstraße?

Der Youtuber „End of the Comfort Zone“/ Fritz Meinecke hat zu einem Zuschauertreffen aufgerufen. Anmelden konnten sich Interessierte auf Facebook, was ich auch tat. Ungefähr 200 Abenteuerlustige folgen dem Aufruf und sind noch in der Dunkelheit zum Treffpunkt unterwegs. Nach einer kurzen Begrüßung beginnt pünktlich um 6 Uhr der Aufstieg auf den höchsten Gipfel im Norden Deutschlands. Ausgerüstet mit Skilampen und dicker Kleidung trotzen wir der Kälte und der Dunkelheit. Das Schritttempo ist relativ hoch und der Weg durch das „Eckerloch“ steil und schmierig. „Ich dachte nicht, dass ich bei Minusgraden so schnell ins Schwitzen komme“, äußerte Kevin – ein Wanderfreund. Gegen 7.40 Uhr erreicht die ganze Truppe einschließlich mehrerer Hunde das Brockenplateau. Wir werden alle wenig später mit einem herrlichen Sonnenaufgang belohnt. Um diesen Moment fotografisch festzuhalten, versammeln sich alle vor dem Brockengipfelstein.

Die Pause auf dem Gipfel nutze ich gemeinsam mit anderen Mitwanderern für ein Frühstück. Nach zwei Stunden auf dem Brocken tritt die Gruppe den Rückweg an, der uns über den Erdbeerkopf führt. „Auch ich als Harzer kenne diesen Weg noch nicht“, meint ein Wernigeröder. Auf dem Weg unterhalten sich die meisten – egal ob Jung oder Alt- über verschiedenste Themen rund um das Hobby.

Die Hütte auf dem „Erdbeerkopf“, die wir gegen Mittag erreichen, ist Fritz und seinem besten Freund schon von einer früheren Harztour bekannt. Viele nutzen die Pause, um sich in der freien Natur eine warme Mahlzeit zu kochen. Fritz und der VIP-Gast „Bommel“ unterhalten währenddessen einige Abonnenten mit Storys von ihren gemeinsamen Expeditionen. Das weckt die Lust auf weitere Freiluft-Abenteuer.

Der Weg wird nach der Pause gemeinsam fortgesetzt und langsam schmerzen bei manchen auch die Füße. Das ist auch für mich bei der bereits zurückgelegten Strecke von 17 Kilometern kein Wunder. Das nächste Etappenziel ist der Schierker Bahnhof. Ein überaus beliebtes Fotomotiv ist dabei die Harzer Schmalspurbahn, die unseren Weg kreuzt. „Diese dampfende Lok im Winterwald, bei herrlichem Sonnenschein ist ein Postkartenmotiv“, hört man von vielen Weithergereisten.

Über den Wanderweg oberhalb Schierkes geht es zurück in den Kern des Harzstädtchens. Der Treffpunkt vom Morgen ist auch das Ziel des Nachmittags. Die Rücksäcke sind leichter, die Füße schwerer und die Gruppe etwas minimierter. „Es war eine sehr schöne Harzwanderung“, hörte man aus aller Munde. Diese Meinung hat auch der Organisator Fritz Meinecke. Sein Dank gilt uns Zuschauern für unsere zahlreiche Teilnahme.

Mein Fazit des Tages: gute Stimmung, bestes Wetter, herrliche Aussicht und tolle Mitwanderer. Alles in allem ein toller Tag. Bewegung an frischer Luft ist und bleibt etwas Schönes und ist manchmal besser als Handy, Fernseher und Tablet.

Von Erik Jürgens, Klasse 8a, Gymnasium Stadtfeld, Wernigerode