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Ein Leben ohne Abfall – für viele Menschen sicherlich undenkbar. Der Trend „Zero Waste“, zu Deutsch „Null Müll“ wurde in den letzten 5 Jahren populär. Dabei geht es vor allem darum, so viel Müll wie möglich zu vermeiden bzw. diesen zu recyceln und damit die globalen Müllprobleme zu lösen, den Ressourcenverbrauch zu bremsen und die klimaschädlichen Treibhausgase zu reduzieren. Ein Artikel von Hannes Wagner.

Immerhin wirft jeder Deutsche im Durchschnitt 450 Kilogramm Müll pro Jahr weg und somit mehr als 1 Kilogramm am Tag. Eine bedeutende Vorreiterin von „Zero Waste“ ist Shia Su. Die deutsche Bloggerin produziert laut eigenen Angaben im gesamten Jahr nur ein Glas voll Müll. Anstatt Plastiktüten benutzt sie Wäschenetze und Edelstahldosen für ihren Einkauf. Sie stellt selber aus natürlichen Rohstoffen Deo und Shampoo her.

Auch viele Städte und Gemeinden weltweit setzen schrittweise Maßnahmen zur Senkung der Abfallmenge um. Zum Beispiel möchte San Francisco zur ersten müllfreien Großstadt werden. Deswegen soll bis Ende 2020 die Restmülltonne abgeschafft werden. Sogar in Wernigerode gibt es eine Initiative für mehr Nachhaltigkeit. Im Repair-Café werden defekte Haushalts- und Elektrogeräte repariert und können so wiederverwendet werden.

Was können wir selber tun, um Müll zu vermeiden?
Statt Plastikbesteck, Strohhalme oder Einwegbecher bei Partys zu benutzen, ist es besser, Mehrweggeschirr oder Isolierbecher zu verwenden. Die Benutzung von Glasbzw. Mehrwegflaschen ist umweltfreundlicher und ressourcenschonender als Einwegsysteme. Auch Kleidung kann man bedenkenlos und günstig im Second Hand-Laden kaufen. Wer sich der Aktion anschließen möchte, einen müllfreien Alltag zu leben, findet in Büchern oder im Internet viele Tipps.

Wenn sich Müll auch nicht immer vermeiden lässt, einen kleinen aber dennoch wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Erde kann jeder leisten.

Von Hannes Wagner
Klasse: 8a
Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode

 

Quellen: