Zu Besuch beim Möbelrestaurator

Zu Besuch beim Möbelrestaurator Im Rahmen eines Schulprojektes, besuchte ich mit ein paar anderen Schülern des Europagymnasiums in Gommern am 9.4.2018 den Chefrestaurator Ulrich Schreinert in Magdeburg, wo wir die Möglichkeit hatten, ihm Fragen zu stellen und Einblicke in die Arbeit eines Restaurators zu erhalten. Als wir am vereinbarten Treffpunkt eintrafen, wurden wir direkt von Ulrich Schreinert empfangen, der sich als Möbelrestaurator, schon seit 35 Jahren, um die Aufarbeitung alter Möbel kümmert. Daraufhin gingen wir mit ihm in das Hauptarbeitsgebäude, in welchem man die Werkstatt, sowie das Büro zu sehen bekam.

Uns wurde erklärt, dass dort viele Holzreste wie zum Beispiel lange Holzleisten, verwertet werden und sie eine Art „Recycling“ betreiben. Herr Schreinert teilte uns mit, dass der Grund für die großen Maschinen darin liegt, dass nicht alles mit der Hand gearbeitet wird. Zudem waren dort viele Werkzeuge, für die oben genannte Handarbeit zu finden.

Neben der Werkstatt bekamen wir auch eine Kommode zu sehen, an welcher gerade gearbeitet wurde. Laut Herrn Schreinert ist diese zwischen 200 & 350 Jahre alt. Auf die Frage, ob auch er ab und an mit schwierigen Situationen konfrontiert wird, antwortete Ulrich Schreinert mit ja, jedoch ist Geschicklichkeit, seines Erachtens, eine gewisse Grundvoraussetzung.

Besonders gefällt ihm an seinem Job, dass er Eigenverantwortung, aber auch Kollegen hat, man also allein oder im Team arbeiten kann. Als weiteren positiven Punkt nannte er, das Arbeiten in einem so schönen Gebäude, welches noch dazu wettergeschützt ist. Ein negativer Punkt an der Arbeit als Chefrestaurator ist der häufige Gebrauch von Chemikalien beim Lösen von zum Beispiel Lack und Farben. Es gibt aber Fälle, in denen sich der Stoff nicht lösen lässt. Hier muss man ihn Stück für Stück mit einem Skalpell abkratzen, was sehr mühsam ist. Des Weiteren ist es ziemlich schwierig überhaupt erst eine Ausbildungsstelle zu bekommen, da die Nachfrage hoch ist und es wenige Plätze gibt.

Als erstes muss man eine Bewerbungsmappe abgeben, um das Können unter Beweis zu stellen. Wenn diese gut ankommt, hat man sich einer Eignungsprüfung zu unterziehen. Besteht man diese, muss man im Anschluss noch ein Praktikum absolvieren. Möchte man also als Restaurator arbeiten, muss man erst einmal diese Hürden überwinden. Die Frage, ob Ulrich Schreinert mit seinem Beruf zufrieden ist, bejahte dieser. Zum Schluss ist zu sagen, dass es sehr interessant war, einen Einblick in die Arbeit eines Restaurators zu bekommen. Es war ziemlich spannend, einmal hinter die Kulissen zu blicken und nicht nur die fertigen Ausstellungsstücke im Museum zu betrachten.

 

Von Coco Mohr, Klasse 8a, Europaschule Gymnasium Gommern

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